Ihr Bürgermeisterkandidat Felix Fröhlich

10. Januar 2020

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

bin ich schon ein alter Hase? Vor fast 18 Jahren bin ich in den Gemeinderat gewählt worden, ab 2008 war ich stellvertretender Bürgermeister, 2014 bin ich in das Amt des Ersten Bürgermeisters gewählt worden. Na, ein paar graue Haare mehr und insgesamt ein paar weniger sind es schon geworden. Zu Beginn der Aufstellungskonferenz zu meiner erneuten Nominierung als Bürgermeisterkandidat am 10. November 2019 war mein Appell: „Ich bewerbe mich, schlichtweg, weil ich Bürgermeister bleiben möchte.“ Es wäre mir eine besondere Freude und Ehre, nach dem 30. April 2020, meine Arbeit als Gemeindeoberhaupt für die Gemeinde weitermachen zu dürfen.

Nahbar als Bürgermeister
Offen, flexibel, nervenstark und kreativ, mit diesen Eigenschaften hatte ich mich vor sechs Jahren beworben. In dieser zurückliegenden Zeit sollte mich auch jede Bürgerin und jeder Bürger so erlebt haben. Sechs Jahre sind lange, aber in Verwaltungsvorgängen gedacht, zu kurz um alle Projekte und Sachvorgängen dieses großen Aufgabenmagazins in einer Amtsperiode umsetzen zu können.
In den letzten 68 Monaten habe ich bei Geburtstags- und Jubiläumsbesuchen, zur Beglückwünschung frisch gebackener Eltern, bei Besprechungen, Ortsterminen, Versammlungen, Festen und Feiern, nahezu alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Rohr persönlich kennengelernt. So sehe ich mein Amt, stets nahbar, im direkten Gespräch mit den Gemeindebürger*Innen.

Der Start ein wenig wie Eisschwimmen
Meinen ersten Tag im Amt, den 1. Mai werde ich wohl nie vergessen. Durch Starkregen wurde der Weilerer Berg zum Fließgewässer und in der Gemarkung Prünst wütete das Schwarzwild und der ebenso wütende Landwirt lud zum Ortstermin. Der Vollausbau des Weilerer Bergs in Rohr war für mich als Bürgermeister-Novizen nicht nur ein Sprung ins kalte Wasser, sondern schon fast Eisschwimmen. Das Projekt forderte meine volle Aufmerksamkeit und persönlichen Dauereinsatz. Und so nahmen die sechs Jahre ihren Lauf. Als unser Ortsvereinsvorsitzender Erwin Dürr in seiner Begrüßung betonte, dass ich als Gemeindeoberhaupt für die Gemeinde Rohr lebe, hatte er schon recht. Für das Wohlergehen, die Entwicklung unserer Gemeinde und eine lebenswerte Zukunft möchte ich sehr gerne für unsere Ortschaften weiterarbeiten.

Teamarbeit im Gemeinderat
Gut 1.400 Beschlüsse haben wir in den letzten sechs Jahren gefasst. Dabei wurde stets sach- und zielorientiert debattiert. Es ging nie um Macht oder absolute Mehrheiten. Transparente Informationspolitik, intensive Vorbereitung und Diskussionen, Konsensfähigkeit und der respektvolle Umgang miteinander tragen diese Zusammenarbeit. So soll das auch in Zukunft sein.

Eine erfolgreiche Bilanz
Auf einer Klausurtagung im Jahr 2015 habe ich gemeinsam mit dem Gemeinderat eine Agenda festgelegt. Gut 80% aller Projekte konnten wir abschließen oder vorbereitende Beschlüsse fassen. Hier einige Schlaglichter: Vollausbau Weilerer Berg in Rohr, Kreisverkehrsanlage Gustenfelden, Buswendeschleife mit Parkplätzen und E-Ladesäule, Neubau Geh- und Radweg von Rohr nach Göddeldorf sowie zwischen Leitelshof und Regelsbach, eine Fußgängerquerungshilfe mit Gehweg und Bushaltestelle an der Buchschwabacher Straße, Neuanlage Gehweg zum Friedhof in Rohr mit vier Parkplätzen, Treppenanlagen am Krausengarten und in Leuzdorf, Ortsverbindungsstraße Gustenfelden-Oberreichenbach, sowie Leitelshof-Weiler, staubfreie Fahrbahnbelage in Gustenfelden am Heidelweg und von Regelsbach nach Leitelshof, zwei neue Spielplätze in Leitelshof und Rohr, der Bau einer Abwasserdruckleitung aus dem Schwabachtal nach Schwabach, Rückbau des Milchhauses und der Alten Post in Regelsbach, Erwerb des ehemaligen Raiffeisengebäudes in Regelsbach, Umbau für die Mittagsbetreuung und eine zusätzliche Kinderkrippe im 1. OG, Erwerb des Pfarrgartens und Pfarrhauses in Regelsbach, Erwerb der alten Brennerei in Rohr, Anschaffung der Schutzhütten in Rohr für die Waldkindergartengruppe und Neugestaltung der Grünanlage vor dem Haupteingang der Grundschule, Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes, Erschließung gemeindeeigener Gewerbeflächen in Rohr. Und das ist sicher nur ein Ausschnitt. Mehr wäre in sechs Jahren nicht abzuarbeiten.

Mehrwert für Gemeindekasse
Es ist mir gelungen in zahlreiche Förderprogramme aufgenommen zu werden. Das heißt, jeder investierte Euro wird mindestens durch öffentliche Förderungen verdoppelt. Neben der 2011 angeordneten Dorferneuerung und Flurneuordnung, waren dies die Städtebauförderung, Gewässerentwicklung, Marktplatz der Biodiversität, LEADER-Programm, Initiative Bodenständig, Breitbandförderprogramm, Waldumbau, Landschaftspflege, Sonderinvestitionsprogramm für Kindertagesstätten, Initiative „Wir jagen Funklöcher“, RZWAS 2018 (Richtlinie zur Förderung von Vorhaben der Wasserversorgung oder Abwasserentsorgung).

Verlässliches Netzwerk
Um Erfolge für unsere Ortschaften zu erzielen, ist eine erfolgreiche Vernetzung mit den Ansprechpartnern in Behörden, Ämtern und Fachbüros, unabdingbar. In der Schaffung und Pflege dieser Kooperationen sehe ich auch eine meiner ausgeprägten Stärken. Die Gemeinde Rohr kann sich auf dieses Netzwerk verlassen. Dafür bin ich auch mal in ganz Bayern unterwegs. Nur ein regelmäßiger Austausch mit Bürgermeisterkollegen auch außerhalb unseres Regierungsbezirkes, hält und schärft den Blick über den Tellerrand und schafft neue Impulse.

Ich will weitermachen
Mit meinem Optimismus, meiner Freude, Willenskraft und der erforderlichen Kompetenz, die ich in den sechs Jahren stetig weiterentwickelt habe, möchte ich unbedingt zum Wohle unserer Gemeinde weiterarbeiten. Während 2020 und in den Folgejahren einerseits auf den geschaffenen Planungsgrundlagen Projekte umgesetzt werden können, müssen andererseits Zukunftsthemen an den Start gebracht werden. Der gemeinsame Schulterschluss im Landkreis Roth zur Schaffung klimaneutraler Kommunen, neue Modelle und Anreize für eine umwelt- und ressourcenschonende Mobilität, innovative Formen zum Wohnen und Arbeiten, Zukunftssicherung unserer land- und forstwirtschaftlichen Betriebe, Bodenschutz und Bewässerungskonzepte, Stärkung der Direktvermarktung, soziale, boden- und klimaschonende Baulandmodelle, Erhalt und Weiterentwicklung der Artenvielfalt und ein würdiges Leben im Alter in unserer Gemeinde sind ein Teil meiner nächsten Ziele. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir am 15. März erneut Ihr Vertrauen aussprechen würden.

Ihr/Euer Felix Fröhlich

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